Klaus Vogedes GmbH & Co. KG in der Presse Teil 2

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Unterwegs mit der Asphaltfräse

Baustelle zwischen Altenstädt und Balhorn: Mit 750 Pferdestärken auf der Piste

12.09.19 12:38


Unterwegs zwischen Altenstädt und Balhorn: André Hoffmann auf dem Führerstand der Asphaltfräse. Die zwei Kilo meter lange Strecke fuhr er zwei mal in jede Richtung ab, dann war der alte Asphalt runter. © Norbert Müller

Es geht rund auf der Piste zwischen Altenstädt und Balhorn. Auf der seit Freitag gesperrten Landesstraße war am Mittwoch schweres Gerät unterwegs.

Die 750 Pferdestärken machen einen mächtigen Krawall. André Hoffmann, der das lärmende Kraftpaket millimetergenau über die sanierungsbedürftige Piste zwischen Altenstädt und Balhorn manövriert, hat an diesem Tag den wohl wichtigsten Job auf der Baustelle: Er ist der Herr über die Asphaltfräse, die an diesem Mittwoch den alten Belag von der Landesstraße kratzt.

Der Mann aus Ostwestfalen trägt einen dicken Gehörschutz und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, während der Boden der Maschine kräftig vibriert. Die Metallwerkzeuge im Boden der Fräse kennen keine Gnade mit dem alten Untergrund, hobeln ihn ab, spucken die Brocken auf ein breites Förderband, von dem das gebrochene Material in einem hohen Bogen in den Container eines vor der Fräse fahrenden Tiefladers wirft. Mit einem akustischen Signal gibt der Maschinenführer dem Lkw-Fahrer Zeichen, wann er wieder ein Stück weiter zu fahren hat.

15 Lastwagen sollen unnötige Pausen verhindern

25 Tonnen des Abraums passen auf einen solchen Lastwagen, heute sind insgesamt 15 von ihnen im Einsatz, damit es beim Abfahren keine unnötigen Pausen gibt. Ist ein Lkw voll, fährt er schnurstracks nach Mengeringhausen zur dortigen Asphaltmischanlage, um seine Fracht abzuliefern und gleich wieder zur Baustelle zurückzukehren. Der angelieferte, gebrochene Straßenbelag wird später wiederverwendet und in eine neue Fahrbahn eingebaut.


Mit einer Asphaltfräse wird der alte Straßenbelag abgehobelt und der Abraum im hohen Bogen in einen vor der Maschine fahrenden Lastwagen befördert. © Norbert Müller

Fünf Zentimeter tief fräst seine Maschine den Belag ab, sagt André Hoffmann. Und das lärmende Ungetüm ist dabei durchaus flott unterwegs: 20 Meter schafft sie laut Hoffmann in der Minute.

Auf dem Führerstand unterstützt modernste Technik das Personal. Auf einem Display kann André Hoffmann alle wesentlichen Parameter einstellen, unter anderem, wie tief gefräst wird.

Auf dem Bildschirm kann Hoffmann auch ablesen, wie viel Material er bereits auf den Lastwagen geladen hat. Und um das Beladen optimal kontrollieren zu können, ist an der Spitze des Förderbandes eine Kamera eingebaut. So blickt der Steuermann auf einem kleinen Bildschirm direkt in den Container.

Die Asphaltfräse verbrauch 80 Liter Diesel pro Stunde

In regelmäßigen Abständen gibt es für Hoffmann und seine Maschine kleine Verschnaufpausen. Gezwungenermaßen, denn dann muss nachgetankt werden. Bis zu 80 Liter Diesel verbraucht die Asphaltfräse pro Stunde, aber noch weitaus mehr Wasser. Rund 3000 Liter pro Stunde werden zum Kühlen der Fräswerkzeuge und zum Binden des Staubes benötigt.

In gut fünf Minuten ist der Wassertank befüllt, dann zieht André Hoffmann seinen Gehörschutz wieder über die Ohren und gibt seinen 750 Pferden unter der Haube der Asphaltfräse die Sporen.

Straße zwischen Altenstädt und Balhorn bleibt zwei Monate gesperrt

Die Runderneuerung der Landesstraße zwischen dem Naumburger Stadtteil Altenstädt und dem Bad Emstaler Ortsteil Balhorn soll Ende Oktober fertig sein. Bis dahin bleibt die rund zwei Kilometer lange Strecke für den Verkehr komplett gesperrt.

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